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Handwerkskammer Stuttgart

Der Entwurf sah zunächst nur eine Aufstockung und Modernisierung des von Paul Stohrer, einem der wichtigsten Vertreter der Stuttgarter Nachkriegsarchitektur, entworfenen Verwaltungsbaus aus den 60ger Jahren vor. Die Entscheidung, den zunächst als 2. Bauabschnitt vorgesehenen Erweiterungsbau zeitgleich zu realisieren, eröffnete der Handwerkskammer ganz neue Möglichkeiten, sich an diesem auch durch die Nähe zum Stadtquartier Stuttgart 21 interessanten Standort zu präsentieren.
Verbindendes Element zwischen Alt- und Neubau ist ein großzügiges Foyer sowie ein multifunktionaler Veranstaltungsraum, der durch eine modellierte Raumhülle überspannt wird.
Die flächenbündige doppelschalige Fassade des Neubaus bietet Schallschutz und schafft zusammen mit der hellen Natursteinbekleidung eine präzise Konturierung. Behutsamkeit kennzeichnet die Modernisierung und die eingeschossige Aufstockung des Stohrerbaus, bei der die vorhandene Fassadengliederung mit Betonfertigteilen fortgeschrieben wird.
Der aufgewertete Altbau wird mit seiner Erweiterung und deren markanter Gebäudespitze ein zeitgemäßes Erscheinungsbild der Handwerkskammer an diesem exponierten Standort entstehen lassen.

Typologie:Geschäftsbauten | Wettbewerbe
Wettbewerbsergebis:Handwerkskammer Stuttgart, 1. Rang
Planungs- und Bauzeit:2001 - 2005
Bruttorauminhalt:50.400 m³
Baukosten:EUR 17,6 Mio.
Leistungsphasen:1, 1 - 8