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Wohnbebauung IBA Berlin

Die internationale Bauausstellung Berlin setzte unter dem Leitbild der „kritischen Rekonstruktion“ den historischen Stadtgrundsriss des „steinernen“ Berlins wieder auf den Plan. Stadtteile wurden saniert oder mit Neubauten „restauriert“.

So stand die Schließung einer empfindlichen Lücke an der Straßenecke Koch-/Charlottenstraße an: 7-geschossig übereckstehende Brandwände mit hoch aufragenden Giebeln ließen Raum für eine „schlanke“, vierseitige Hofbebauung, die die Straßenecke neu fasst. Vom begrünten Innenhof im Hoch-Parterre, zugänglich über eine zur Kochstraße sich weit öffnende Treppen-anlage, werden alle Wohnungen erschlossen.

Differenzierte Wohnungsgrundrisse – Büroflächen waren seinerzeit in dieser Lage nicht gefragt – antworten auf die Schwierigkeiten der Ecksituationen und der einseitigen Belichtung entlang der Brandwände.

Das zurückgestaffelte, winkelförmige Dachgeschoss bindet die  Brandgiebel geometrisch stimmig ein.

Dem Maßstab und Detail der umgebenden Bebauung wird Referenz erwiesen. Die gegenüberliegende ausgerundete Gebäudeecke der 20ger Jahre erfährt ihre Erwiderung im Gegenüber und Fortsetzung in den Rundformen des Innenhofs.

In einer Situation scheinbar „unwirtlicher“ Randbedingungen entstanden mit diesem Grundrisskonzept überraschende und vielfältige Wohnqualitäten.

Typologie:Wohnen
Planungs- und Bauzeit:1981 - 1985
Leistungsphasen:1 - 9